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16.07.2020 | .
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Kaffee - das beliebteste Heißgetränk der Deutschen

Die Deutschen lieben Kaffee. Insbesondere Filterkaffee steht hoch im Kurs. Er ist hierzulande der beliebteste Muntermacher. Doch viele fragen sich, ob das koffeinhaltige Heißgetränk ihnen tatsächlich guttut. Die Ergebnisse aktueller Studien zeigen, dass 400 mg Koffein – das entspricht in etwa vier bis fünf Tassen Kaffee – pro Tag weitestgehend unbedenklich für die Gesundheit sind.
 
Wenn in deutschen Küchen am Morgen die Kaffeemaschinen angestellt werden, kann der Tag beginnen. Mit über 160 Litern pro Jahri stehen die Deutschen aber nicht nur morgens zu ihrer Leidenschaft, sondern gönnen sich auch im Büro oder in der Freizeit
ihre Tasse Kaffeeii. Im Laufe unseres Lebens bringen wir Deutschen es somit auf durchschnittlich 77.000 Tassen Kaffee. Dabei ist das Filtern nach wie vor die beliebteste Zubereitungsmethode. Mit mehr als 190 Millionen Kilogramm war der gemahlene
Kaffee 2018 absoluter Spitzenreiter. Aber auch Kaffeespezialitäten aus dem Vollautomaten, wie Espresso oder Latte Macchiato sowie Instantkaffee, Pads oder Kapseln werden vermehrt getrunken, was zeigt, dass auch in Zeitnot niemand auf
einen heißen Kaffee verzichten möchte.

Ist Kaffee gesund?
Aufgrund der stimulierenden Effekte des Koffeins greifen wir vor allem zu einer Tasse Kaffee, um uns geistig und körperlich leistungsfähiger zu fühlen und unsere Konzentrationsfähigkeit zu steigern. Ob Kaffee nun gesund ist oder nicht, lässt sich jedoch tatsächlich nicht eindeutig beantworten. Lange Zeit galt Kaffee als schädlich, doch die Forschung zeigt – in Maßen genossen – kann er sogar viele gesundheitsfördernde Effekte haben. Die Auswertung von über 200 wissenschaftlichen Studien ergab, dass Koffein kardiovaskuläre Risikofaktoren zwar kurzfristig negativ beeinflussen kann, jedoch nicht generell die Entstehung von Herz-Kreislauf Erkrankungen fördert. Dagegen wies eine Vielzahl an internationalen Studien darauf hin, dass Koffein dosisabhängig vor Typ-2-Diabetes schützen kann, da Kaffee die Glukoseaufnahme verzögert. Auch hinsichtlich Gicht, Lebererkrankungen
sowie einiger Krebsarten (Leber und Gebärmutter) ergaben sich bereits positive Effekte. Gesichert ist zudem die Wirkung auf den Kreislauf: Die Blutgefäße werden durch den
Konsum von Kaffee erweitert, der Herzschlag erhöht und die Durchblutung aller Organe verbessert. Auf Grundlage dessen mehren sich die Hinweise, dass Kaffee das Schlaganfall- und Hirninfarkt-Risiko senken kann. Empirische Studien deuten zudem darauf hin, dass der Konsum von Kaffee einen Schutz vor Depressionen, Parkinson und Alzheimer bieten kann. Allerdings sollten zu einer abschließenden Beurteilung
des Einflusses von Kaffee auf psychische Erkrankungen weitere wissenschaftliche Untersuchungen abgewartet werden.


Auf die Menge kommt es an!
Eine allgemeine Aussage, ab wie vielen Tassen Kaffee schädlich ist, lässt sich nur schwer formulieren, da die Verträglichkeit stark variiert. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sind 400mg pro Tag jedoch unbedenklich, was etwa
4-5 Tassen Filterkaffee entspricht. Einzig Frauen, die schwanger sind oder an einem erhöhten Knochenbruchriskiko leiden, wird vom Kaffeekonsum abgeraten.


Macht Kaffee süchtig?
Grundsätzlich hat Koffein das Potential süchtig zu machen. Ob der Kaffee eine Person süchtig macht, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Hierbei können Alter, Gesundheitszustand, Verträglichkeit und diverse Lebensumstände eine Rolle spielen. Wir wissen jedoch, dass es sich bei Koffein um eine psychoaktive Substanz handelt, die sich stimulierend auswirkt. Wie bei allen psychoaktiven Substanzen, kann es nach längerem Konsum zu Entzugserscheinungen kommen. Trinken Sie mal keinen Kaffee, können Müdigkeit, Kopfschmerzen und Reizbarkeit die Folge sein. Möglich ist sogar eine Überdosis an Koffein. Zu viel Kaffee lässt den Puls steigen, sorgt somit für innere Unruhe und zittrige Hände. Durch Kaffee alleine ist eine Überdosis Koffein allerdings quasi unmöglich.

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